Seit ein paar Tagen treten die Katholische Aktion sowie ein Personenkomitee „Stimmen für Europa“ öffentlich gegen das Temelin-Volksbegehren der FPÖ auf. „Veto, nein Danke!“ ist die Botschaft, die unter anderen sogar vom „Anti-Zwentendorf-Urgestein“, Freda Meissner-Blau, verkündet wird. Fallen damit die KA und die Europa-Stimmen den Menschen in den Rücken, die sich wegen des höchst problematischen Atommeilers von Temelin Sorge machen und dagegen seit Jahren ankämpfen? Ganz sicher nicht. Sie fürchten allerdings, dass auch durch die Vetodrohung in der Sache Sicherheit nichts mehr erreicht werden kann, dafür aber die EU-Osterweiterung auf dem Spiel steht. Da diese ohnehin nur zehn Prozent der Österreicher für wichtig halten, ist die Gefahr für populistische Wahltaktik leider groß.