Ich bin kein Impfgegner. Grundsätzlich muss man für sich selber entscheiden, ob man sich impfen bzw. die alten Impfungen auffrischen lässt oder welche Impfungen man akzeptiert. Die Verantwortung für Neugeborene und Kinder bis zum Verlassen der Schule tragen immer die Eltern, das gilt natürlich auch bei Impfungen. Dieser kurze Beitrag kann nicht alle Für und Wider durchdiskutieren, es gibt auch Gegenargumente (z. B. die Nebenwirkungen).
Für mich überwiegen die Gründe für die Empfehlung des österreichischen Impfplanes, wenn die Bedingungen für die Durchführung gewissenhaft erfolgen. Ein Streitfall ist immer die Zeckenschutzimpfung: ja oder nein und wie oft? Wer in einem Gebiet wohnt, wo bereits Krankheitsfälle aufgetreten sind (Endemiegebiet), oder wer sich häufig in solchen Gebieten aufhält, soll sich impfen lassen. Nach der Grund-Immunisierung mache ich Auffrischungen alle vier Jahre (eigene Familie). Die Influenza-Impfung („Grippe-Impfung“) empfehle ich allen, die wegen verschiedener Krankheiten oder höheren Alters eine verminderte Immunabwehr haben.
Neuerdings wird bei der Impfung von Säuglingen gegen Keuchhusten empfohlen, dass sich alle Kontaktpersonen (Eltern, Geschwister, Großeltern) impfen oder auffrischen lassen. Begründet wird dies mit der „Lücke“ des Säuglings, der erst ab dem 6. Monat vollständig geimpft ist, aber bis dahin von allen „angesteckt“ werden kann. Für die Kleine/den Kleinen kann eine Infektion in diesem Zeitraum lebensbedrohlich sein.