Die Meldung lässt aufhorchen: Archäologen glauben, im indischen Golf von Khambhat die Überreste der ältesten Stadt der Welt entdeckt zu haben. Die auf dem Meeresboden gefundenen Scherben, die Knochen und das Bauholz dürften über 9.500 Jahre alt sein. Die Funde zeigen, dass die Menschen bereits um 7.500 vor Christus begonnen haben, in festen Behausungen zu leben.
Entdeckungen alter Städte stoßen stets auf großes Echo. Es klingt darin eine beachtliche Portion kollektiver Stolz mit. Wovon wir felsenfest überzeugt sind, bestätigt uns die Wissenschaft: Wir Menschen sind toll. Seit Jahrtausenden fähig, feste Behausungen zu bewohnen, das Zusammenleben zu organisieren und sich gegen Feinde zu verteidigen. Die Stadt steht für die Überzeugung der Menschen, dass ein Leben in Gerechtigkeit und Frieden möglich ist. Die Geschichte ist aber voll vom Scheitern dieses Traumes. Die Bibel nennt die Prunkstadt Babylon sogar eine Hure. Aber am Ende der Tage werden die Geretteten wieder in einer Stadt leben, in der neuen Stadt Jerusalem: Die hat sicherheitshalber Gott selbst gebaut, damit wir nichts vermasseln können.