„Papa, kommst du zu meiner Erstkommunion! Biiiitte!”, bettelt Sarah.
Sarahs Vater, der wieder eine neue Familie hat, möchte seinem Kind den Wunsch nicht abschlagen, ist aber gespalten. Wie steht seine Ex-Frau und seine „alte“ Verwandtschaft dazu? Weil die Stieffamilien mehr werden, tauchen solche Probleme immer häufiger auf, besonders zu Festzeiten, speziell bei der Erstkommunion: Wie soll man sich verhalten? Wer sitzt bei wem? Auch Religionslehrer/innen, Tischmütter und -väter sind damit schon in der Vorbereitung konfrontiert. Etwa kann schon der in der Gruppenstunde hingesagte und harmlos scheinende Satz: „Das zeigst heute Abend dem Papa!“, ein Kind ins Dilemma stürzen, weil es seinen Papa – manchmal ist es auch die Mama – erst am nächsten Besuchssonntag sieht. Die Abteilung Ehe und Familie (Mag. Andrea Holzer-Breid) und die Kath. Jungschar/Kinderpastoral (Mag. Monika Heilmann) haben auf die wachsenden neuen Familienformen reagiert und einen hilfreichen Falter mit Tipps für Betroffene erstellt. Der Falter wendet sich in erster Linie an Eltern sowie an Religionslehrer/innen und Gruppenmütter und -väter.
In Stieffamilien Tag vorher gut planen
Die Festgestaltung soll in Stieffamilien schon im Vorfeld der Erstkommunion geklärt werden. - Reden Sie über Ängste und Wünsche des Kindes. - Wer begleitet das Kind beim Gottesdienst? - Wie groß soll die Feier sein? Wer soll eingeladen werden? - Wie wird das Mittagessen gestaltet? - Wie soll der Nachmittag aussehen? - Flexibel bleiben – zum Beispiel: Mittagessen mit dem einen Elternteil (und Verwandtschaft), Nachmittagsprogramm (oder abends) z. B. mit dem anderen Elternteil.
Kostenlos bei: KJS Linz, Tel. 0732/76 10-3340 sowie Abteilung Ehe und Familie, Tel. 0732/76 10-3511.