Die Erstkommunion ist für die Kinder ein Freudentag: Bei der Vorbereitung gilt es einen Weg zu finden, der die Kinder begeistert, aber nicht überfordert.
Das Bild zeigt Erstkommunionkinder der Pfarre St. Antonius. Foto: Franz M. Glaser
Rund 14.000 Kinder feiern in Oberösterreich jährlich ihre Erstkommunion. Um die Pfarren bei der Vorbereitung gezielt unterstützen zu können, hat das Pastoralamt eine Umfrage durchgeführt.
Schule und Pfarre müssen gut zusammenarbeiten. Das ist das Um und Auf einer guten Erstkommunionvorbereitung. Hier kommt eine Erhebung, an der sich 136 Pfarren und 50 Religionsleher/innen beteiligten, zu einem erfreulichen Ergebnis: Fast 85 Prozent der Befragten bezeichnen die Kooperation als gut und nennen als Gründe dafür die gegenseitige Wertschätzung und übereinstimmende Arbeitsweisen. Schule und Pfarre sehen in der Erstkommionvorbereitung eine wichtige, gemeinsame Verantwortung. Maga. Monika Heilmann: „Das ausdrückliche Bekenntnis zur gemeinsamen Verantwortung muss sehr hoch eingeschätzt werden, weil die Fragestellung diesen Bereich eigentlich nicht so deutlich erfasst hat.“ Dort, wo neue Wege gegangen werden, passiert das immer in enger Zusammenarbeit zwischen Religionsunterricht und Pfarre, so Heilmann.Wo die Zusammenarbeit als nicht optimal beurteilt wird, fallen Aussagen wie: Der Pfarrgemeinderat hat zu wenig Einblick und die Pfarre leistet zu wenig Unterstützung.
Eine weitere Säule der Hinführung der Kinder zur Erstkommunion sind die Tischeltern. Jährlich nehmen aus rund der Hälfte aller 486 Pfarren „Tischmütter“ an den Schulungen der Diözese teil. „Leicht“ finden 45 Prozent der Pfarren Tischeltern, so die Umfrage, 5 Prozent „schwer“ und 50 Prozent geben an: „Es geht so“. Für Heilmann zeigt sich darin ein allgemeiner Trend: Ehrenamtliche Mitarbeit in der Kirche ist nicht mehr selbstverständlich und muss besonders gepflegt werden.Die Erhebung sieht in der Erstkommunionvorbereitung auch eine besondere Möglichkeit die Eltern einzubeziehen. So gut wie alle Befragten betonen, dass es „sehr wichig und wichtig“ ist, den Eltern Impulse für ihren eigenen Glauben zu geben.
Chance für Eltern
Auch unter der Rubrik „Zukunftsperspektiven für die Erstkommunion“ erscheint die verstärkte Elternarbeit als vordringlichstes Anliegen auf. Das gelte es aufzugreifen, so Heilmann: Man wolle bewusst alle Eltern in den Blick nehmen, aber auf die je besonderen Lebenssituationen eingehen.
„Die Kinder in die Pfarre einzugliedern“, gehört ebenfalls zu den großen Anliegen der Erstkommunionvorbereitung. Hier wird in der Umfrage besonderer Wert auf kindgemäße Gestaltung des Gottesdienstes gelegt.
Heilmann zeigt auch die Grenzen der Hinführung der Erstkommunion auf: Selbst die intensivste Vorbereitung kann die Kinderpastoral der Pfarre mit ihren vielfältigen Angeboten nicht ersetzen.