Wenn die Sauna richtig angewandt wird, kommt es kaum zu Problemen. Akute fieberhafte Erkrankungen, auch banale Infekte, Schnupfen, Husten sollten jedoch zu einer Saunapause führen. Bei Infekten(auch am Beginn) kann die Sauna das Krank-heitsbild sogar verschlimmern, weil die Krankheitserreger verschleppt werden. Nieren- und Leber-erkrankungen müssen mit dem Arzt besprochen werden, im Zweifelsfalle nein zur Sauna. Herzerkrankungen, Schilddrüsen-Überfunktion, starke Gefäßsklerose, andere Gefäßerkrankungen, Thrombosen verbieten den Saunabesuch. Bei Bluthochdruck unter 160/90 ist die Sauna günstig, wenn kein kaltes Tauchbad genommen wird. Krampfadern ohne Beschwerden erlauben das Saunieren im Quersitz mit Füßen in Gesäßhöhe (ev. kühle Beinwickel). Bei grünem Augenstar (Engwinkelglaukom) ist Vorsicht angebracht.
Kleine Kinder, wenn überhaupt, nur sehr milde Saunagänge mitmachen lassen. Die Temperatur-steuerung ist noch nicht so wie bei Erwachsenen. Die Niedertemperatursauna im 60 °C bis 80 °C-Bereich haben sich durchgesetzt, sie sind wesentlich verträglicher, angenehmer und gesundheitsfördernder als die starken mit bis zu 100 °C und darüber. Aufgüsse sind nicht unbedingt nötig und machen die Sauna vielfach stressig. Während und nach der Sauna sollte viel getrunken werden, Wasser oder Tees, aber keinen Alkohol.
Dr. Franz Daringer, leitender Arzt des Kneipp-Kurhauses der Marienschwestern in Aspach.