Gott hat den Menschen auf den Mitmenschen verpflichtet. Daran wird unser Glaube gemessen – von Gott und unseren Mitmenschen.
Evangelium Mt 5, 13–16
Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf einen Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
1. Lesung Jes 58, 6–10
Sie suchen Gott Tag für Tag. Sie fasten und tun Buße. Gott aber scheint sie nicht zu hören. Denn trotz allem ehrlichen Bemühen wird gestritten, gibt es Gewalt, werden Menschen ausgebeutet, werden Geschäfte gemacht an den Fasttagen (Verse 1–5). Das Fasten, das Gott liebt, ist untrennbar verbunden mit der Sorge um jene Menschen, denen das Lebensnotwendige fehlt.
Nein, das ist ein Fasten, wie ich es liebe: an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deinem Verwandten nicht zu entziehen. Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Wunden werden schnell vernarben. Deine Gerechtigkeit geht dir voran, die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach. Wenn du dann rufst, wird der Herr dir Antwort geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich. Wenn du der Unterdrückung bei dir ein Ende machst, auf keinen mit dem Finger zeigst und niemand verleumdest, dem Hungrigen dein Brot reichst und den Darbenden satt machst, dann geht im Dunkel dein Licht auf, und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.
2. Lesung 1 Kor 1, 2–5
Nicht kluge Worte, schwungvolle Reden oder Überredungskünste haben die Gemeinde in Korinth begründet. Sie ist nicht Menschenwerk, sondern Frucht des Geistes und der Kraft Gottes.
Als ich zu euch kam, kam ich nicht, um glänzende Reden oder gelehrte Weisheit vorzutragen, sondern um euch das Zeugnis Gottes zu verkündigen. Denn ich hatte mich entschlossen, bei euch nichts zu wissen außer Jesus Christus, und zwar als den Gekreuzigten. Zudem kam ich in Schwäche und in Furcht, zitternd und bebend zu euch. Meine Botschaft und Verkündigung war nicht Überredung durch gewandte und kluge Worte, sondern war mit dem Erweis von Geist und Kraft verbunden, damit sich euer Glaube nicht auf Menschenweisheit stützte, sondern auf die Kraft Gottes.