Die Kirchenzeitung lädt die Leser/innen wöchentlich auf der letzten Seite zu Rätselspielen ein. In der Rubrik „Denk-Mal“ der Nummer 3 fragten wir mit dem Beispiel „Gabelstapler“ nach weiteren Wörtern, die, wörtlich genommen, lustige Deutungen ermöglichen.
Die Steinerkirchner Schwester Silvia Ertl, Referentin der Pfarrcaritas für das Vikariat Wien-Stadt, hat viele originelle Antworten bzw. Fragen gefunden. Wir baten sie um eine Wortspende zum Thema Humor. Sie antwortete mit einem Gedicht – siehe unten.
In der Folge einige ihrer Kreationen:
Denkanstoß – wer war Stoß?
Diözesanleitung – was fließt hier? – Führungskraft?
Gabelfrühstück – ich esse lieber leichter Verdauliches.
Haubenkoch, Grießkoch, Pfarrerköchin – was kochen die eigentlich?
Hofrat – draußen abgestellter Hausrat.
Muskelkater – gibt es Bodybuilding jetzt auch schon für Tiere?
Schalterbeamter – ich kann mir das Licht selber aufdrehen.
Uhrzeiger – den bräuchte ich, wenn ich sie wieder einmal verlegt habe.
Wachzimmer – das Gegenteil von Schlafzimmer?
Wohnsitz – meine Wohnung ist schon größer als meine Sitzfläche ...
Weitere Vorschläge
Berta Pehersdorfer aus Ottensheim fragt: Was streicht eigentlich ein Landstreicher und was zieht ein Drahtzieher ...?
Eva Wolf aus Grünau fragt u. a., wie sie sich Zehennägel vorzustellen habe.
Gertrude Hochrainer aus Linz will sich die Klobrille eigentlich nicht vorstellen und sinniert, was wohl ein Scheinwerfer ist ... .
Alois Winklbauer aus Wilhering hat Beispiele aus der Tierwelt: Rabeneltern, Pechvogel, Bücherwurm, Amtsschimmel, Hasenfuß...
„Wie fierben Lampen (Lampenfieber)?“, will Raimund Niklas aus Krenglbach wissen.
„Baut ein Vogelbauer wirklich Vögel und haut ein Weinhauer tatsächlich den Wein?“, fragt Martha Schimpl aus Roitham.
Ein Mensch liest in der Kirchenzeitung,
er soll gedenken der Bedeutung, die manche Worte in sich tragen, beginnt man, sie zu hinterfragen. Und vollen Ernstes schaut er hin auf deren eigentlichen Sinn. Er denkt und schreibt und schickt sodann den Text dem Kirchenzeitungsmann/frau. Doch dieser tut den Menschen plagen: „Wenn Sie noch zu ,Humor’ was sagen! – Und auch ein Foto wäre fein, dann käm’ es in die Zeitung rein!“ Der Mensch denkt still in seinem Zimmer: „Sie missverstehen mich doch immer! Humorvoll, sagt man, sei doch der, der nicht immer ernsthaft wär’. „Ich hab doch“, denkt er ganz versonnen „die Wörter sehr, sehr ernst genommen!“