Die Zeit hat es schon vergessen! Diesen Eindruck könnte man in Österreich gewinnen. Gemeint ist das Anti-Temelin-Volksbegehren samt Veto-Drohung.
Die Tagespolitik hierzulande hat sich anderen Themen zugewandt. In Tschechien allerdings sitzt die Veto-Diskussion noch tief und die nächste österreichische Drohgebärde wegen der Benes-Dekrete setzte noch eins drauf. Die Beziehungen zu den Nachbarn in Tschechien sind schwer getrübt.
Da ist es gut, dass es auch Brücken gibt. Nachbarschaftliche Kontakte pflegen etwa die Anti-AKW-Aktivisten seit langer Zeit. Zu einer besonderen Begegnung kam es am 4. Februar 2002 in Krumau. Die Spitze der Katholischen Aktion der Diözese Linz (Präsidentin Margit Hauft, Geistlicher Assistent Dr. Markus Schlagnitweit und Generalsekretär Bernhard Rudinger) traf sich mit der Sprecherin der Südböhmischen Mütter gegen Atomgefahr, Dana Kuchtová, und ihrer Mitstreiterin Arana Mertlová. Sie stimmten überein: Wichtig ist jetzt, grenzüberschreitende Begegnungen einzufädeln. Hier bauen die Menschen diesseits und jenseits der Grenze besonders auch auf die Kirche.