„Lebenswissenschaften“ nennen sich neuerdings jene, die man bislang als Biomedizin oder Gentechnik bezeichnet hat. Es stimmt schon, viele dieser Einrichtungen befassen sich mit den Bausteinen des Lebens, auch um dadurch Krankheiten besser verstehen und heilen zu können. Immer mehr dieser Forscher überschreiten aber bei der Suche nach Lösungen die Grenzen des Lebens. Unter dem hehren Anspruch, nur das Beste für die Menschheit zu wollen, spielen sie sich als Götter des Lebens auf. Sie maßen sich die Entscheidung darüber an, ob und wann menschliches Leben für Forschungszwecke – von Heilung ist noch lange nicht die Rede – verbraucht (getötet) werden soll. Und die Politiker folgen ihnen Schritt für Schritt. Andere vielversprechende Wege könnten ja zu lange dauern. Und das könnte Geld kosten.