Rede von Martin Luther King beim „Marsch auf Washington“
Ausgabe: 2002/07, Martin Luther King, Washington, Traum
12.02.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
1963 hielt Martin Luther King beim „Marsch auf Washington“ seine berühmte Rede „I have a dream“: Heute sage ich euch, meine Freunde, trotz der Schwierigkeiten von heute und morgen habe ich einen Traum.
Ich habe einen Traum, dass eines Tages diese Nation sich erheben wird und der wahren Bedeutung ihres Credos gemäß leben wird: „Wir halten diese Wahrheit für selbstverständlich: dass alle Menschen gleich erschaffen sind.“
Ich habe einen Traum, dass eines Tages die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können.
Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilen wird. Ich habe den Traum heute! Ich habe einen Traum, dass eines Tages kleine schwarze Jungen und Mädchen die Hände schütteln mit kleinen weißen Jungen und Mädchen als Brüder und Schwestern.Ich habe einen Traum, dass eines Tages jedes Tal erhöht und jeder Hügel und Berg erniedrigt wird. Die rauen Orte werden geglättet und die unebenen Orte begradigt werden. Und die Herrlichkeit des Herrn wird offenbar werden, und alles Fleisch wird es sehen. Das ist unsere Hoffnung.
Martin Luther King (Auszug)
1963 marschierten Schwarze und Weiße gemeinsam nach Washington, um für ein Ende der Rassentrennung und eine Verbesserung der Rechte der Schwarzen zu demonstrieren.