Menschen haben Angst – vor Krankheit, vor dem Leiden und vor dem Sterben. Und sie tun daher viel, um all das Leid, so lange es geht, nicht an sich heranlassen zu müssen.
Kranke zu besuchen, ist in allen Religionen ein wichtiges Gebot. So wurde es beim Linzer Religionsgespräch letzte Woche betont. Leidende, Kranke und Sterbende gehören ins Leben.
Nicht nur die Leidenden, auch ihre Angehörigen sollen nicht allein bleiben. Die Last der Begleitung und Pflege ist eine gemeinsame Sorge. Mit der Einführung der Begleitkarenz für sterbende Angehörige ist jetzt wichtiger Schritt dazu gesetzt.
Doch auch die pflegenden Angehörigen brauchen Unterstützung. Alles dreht sich um die Kranken. Und wer denkt daran, wie es ihren Angehörigen bei der Pflege geht – und ob sie nicht auch einmal Entlastung brauchen? Durchschnittlich drei Jahre dauert die Pflege von Angehörigen, manchmal sogar bis 15 Jahre.