Die Delegierten der drei diözesen Räte zeigten weitgehend Verständnis für die Tatsache, dass gespart werden muss. Zu wenig deutlich, wurde wiederholt betont, wären allerdings noch die Schwerpunkte für die Seelsorge in der Zukunft: „Wir müssen die Vision kennen, für die es sich lohnt, Opfer zu bringen“, formulierte es ein Delegierter. Und schließlich, wurde von einem Teilnehmer formuliert, geht es auch darum, so zu sparen, dass auch Mittel für neue Projekte verfügbar werden.
„Nicht für alles, was uns wichtig ist, braucht man auch gleich ein eigenes Referat“, meinte Willi Vieböck, der Leiter des „Strukturprozesses“. Manches ließe sich durch eine bessere Koordination ebenso gestalten. Vor allem soll dort nicht gespart werden, „wo wir beim Menschen sind“, betonte KA-Vorsitzende Margit Hauft.
Wieviel Zentrale brauchen die Pfarren?
Eine Kernfrage in der Debatte war die Frage, wie das Verhältnis von „Zentralstellen“ und der Seel-sorge in den Pfarren gestellt werden soll. Wenn in den Zentralstellen zu vieles wegfällt und nicht mehr angeboten werden kann, könnte das auf die Pfarren zurückfallen.
Auch Pfarren sollen sparen
Von einer der Arbeitsgruppen wurde eingebracht: Auch in den Pfarren selbst gibt es Sparpotential. Die Zusammenarbeit über Pfarrgrenzen hinweg in den Seel-sorgeräumen solle weiter entwickelt werden, die Beratung für die Wirtschaftsverantwortlichen soll noch besser werden.
Eine Zeit lang stand bei der Delegiertenversammlung der Vorschlag einer breiten Diözesansy-node im Raum, um diese weitreichenden Ziele ausführlich besprechen zu können. Die Gefahr, dass man dann sehr viele Kräfte in einem aufwändigen Prozess bindet, wurde ebenso formuliert.
Zunächst bleibt es beim vorgesehenen Weg. Bis zum Sommer dieses Jahres soll das Konzept stehen. Bereits im folgenden Jahr 2003 sollen die Einsparungen greifen.
Zusätzliche Einnahmen
Schnell sollen Maßnahmen, die der Kirche zusätzlich Geld bringen können, in Angriff genommen werden. So sollen die kirchlichen Liegenschaften künftig besser genutzt werden. Pfarrliche und diözesane „Pfründe“ sollen mehr Geld einbringen. Dienstleistungen der Kirche, von der Beratung bis zu Schulungen, könnten durchaus auch etwas kosten, wurde von manchen betont.
Das Baubudget der Diözese wurde bereits beim letzten Sparpaket deutlich reduziert. Bei Pfarrverwaltung und im Baureferat soll noch deutlicher eingespart werden. Die Personalentwicklungsstellen werden zusammengeführt.
Gespart muss auch bei der Caritas der Diözese Linz werden. Caritaseinrichtungen und diözesane Einrichtungen, so Direktor Mathias Mühlberger, sollen dort, wo es sinnvoll ist, zusammenarbeiten.
Der Schauplatz der Versammlung, die Pädagogische Akademie der Diözese Linz, war auch eines der Themen.