Ausgabe: 2002/12, Kinderliturgie, Frauen, Frauensache, Kinder
19.03.2002
- Josef Wallner
Wie jedes Jahr – der Studientag über Kinderliturgie war wieder hervorragend besucht: 135 Teilnehmer/innen waren gekommen – um Ideen mit nach Hause zu nehmen und über die Entstehung von Gottesbildern der Kinder nachzudenken.
Die Zusammensetzung der Gruppe verdient Aufmerksamkeit: Hatten sich die fünf Männer – unter ihnen der Referent und ein Mitglied des Vorbereitungsteams – an der Tür geirrt und waren in die falsche Veranstaltung geraten? Der Ausschreibung waren 130 junge Frauen gefolgt . Kinderliturgie ist offensichtlich „Frauensache“. Schade.
Nicht, weil die Ideen der Männer für die Gottesdienste abgehen, sondern weil sie selbst fehlen: als Väter, an denen in Ergänzung der Mütter das Gottesbild der Kinder wachsen kann. Man muss kein Psychologe sein, um zu erahnen, dass ein „männlicher Beitrag“ zum Gottesbild wichtig ist. Die Männer fehlen auch als Partner ihrer Frauen, weil das gemeinsame Vorbereiten von Gottesdiensten ein Stück gemeinsam gelebten Glaubens ist. Und das Glaubensgespräch, das zu jeder Gottesdienstvorbereitung gehört, eine Bereicherung für die Beziehung sein kann.