An die 300 Mädchen und Buben verkauften am Sonntag Selbstgebasteltes, um Waisenkindern und behinderten Menschen in China zu helfen.
Die Päpstlichen Missionswerke/Missio Austria haben die Situation der chinesischen Christen in den Mittelpunkt ihrer diesjährigen Arbeit gestellt. Auf Initiative von Religionslehrer Franz Knoll griffen die Sierninger Volksschulkinder das Anliegen von Missio Austria auf. Bei weitem nicht alle Kirchenbesucher/innen fanden einen Sitzplatz, als die Volksschulgemeinschaft vergangenen Sonntag einen Gottesdienst gestaltete. Der Kinderchor hatte Lieder mit einfachen chinesischen Texten einstudiert, ein Tuch mit dem Thema der Messfeier zierte das Ambo: „Kommt das Glück, so blüht das Herz auf“ stand in chinesischen Schriftzeichen geschrieben. „Unser größtes Glück ist Jesus“, betonte Knoll. „Wir wollen bitten, dass viele Menschen der Erde Jesus als Glück entdecken.“ Mag die chinesische Kultur für Europäer auch fremd sein, der Glaube schlägt Brücken und die Not erst recht.
Die Bastelarbeiten, die die Kinder gemeinsam mit Eltern und Lehrern hergestellt hatten, fanden reißenden Absatz: von Glückskeksen über Fensterbilder mit Drachendarstellungen bis zu Heften mit chinesischen Rezepten. Exakt 1.160,– Euro erarbeiteten die Kinder für die Menschen in China.
Die Volksschule Sierning unterstützt bereits das zehnte Mal die jährliche Kinderaktion von Missio Austria. Mehr als 7.267,– Euro (über 100.000,– Schilling) haben die Kinder mit Fantasie, Kreativität und Fleiß für Projekte in den Ländern des Südens aufgebracht.