Mit der St.-Severins-Klinik in Braunau werden die Franziskanerinnen von Vöcklabruck als erste Ordensgemeinschaft Österreichs eine psychiatrische Abteilung führen.
„Wir haben die Entscheidung, beim Krankenhaus in Braunau ein Haus für psychisch kranke Menschen zu errichten, aus der Perspektive unseres Ordensauftrags heraus getroffen“, erklärt Generaloberin Sr. Kunigunde Fürst: Wie der heilige Franziskus sich einem Leprakranken zugewandt hat, wolle sich der Orden besonders um die Menschen annehmen, die heute gezeichnet sind und am Rand der Gesellschaft stehen.
Ausschlaggebend war schließlich auch der dringende Wunsch der praktischen Ärzte aus dem Raum Braunau: Eine solche Klinik würde für die Menschen der Region eine große Hilfe sein. Etwa jede/r vierte Österreicher/in wird im Lauf des Lebens selbst mit psychischen Problemen konfrontiert. Das Einzugsgebiet der Klinik – das Innviertel und Niederbayern – umfasst rund 400.000 Personen.
St. Severin, die Klinik für psychische Gesundheit, ist der erste Baustein im Psychiatriekonzept des Landes Oberösterreich. Zusätzlich zum Wagner-Jauregg Krankenhaus in Linz sollen im Bundesland verteilt sechs kleinere psychiatrische Zentren entstehen. St. Severin ist die erste dieser regionalen Kliniken. Im Jahr 2004 soll das Haus mit 60 Betten, Tagesbetreuung und Ambulanz bereits Patienten aufnehmen können. St. Severin wird mit dem Krankenhaus St. Josef baulich verbunden sein. Das ermöglicht den Psychiatrie-Patienten auch die anderen Abteilungen des Krankenhauses in Anspruch zu nehmen. Das Projekt wird 9,5 Millionen Euro kosten.