Die EU steht für europäische Sicherheit. Das war die zentrale Aussage von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer beim Sozialstammtisch am 3. April im Betriebsseminar.
Der Sozialstammtisch ist ein Diskussionskreis, zu dem kirchliche Organisationen (Kath. ArbeitnehmerInnen Bewegung Linz, Bischöfliche Arbeitslosenstiftung, Bildungshaus Betriebsseminar und Sozialreferat der Diözese Linz) sowie das Bildungsreferat der Gewerkschaft etwa monatlich einladen. „EU-Erweiterung – Oberösterreich, eine Region an der Grenze“, hieß die Veranstaltung mit dem Landeshauptmann.
Kaum jemand stellte in Abrede, dass es auch Ängste gibt – in der Landwirtschaft, unter Arbeitnehmern, wegen des zu erwartenden Verkehrsaufkommens – und dass es Konfliktthemen gerade mit Tschechien gibt – Temelin, Benes-Dekrete. Aber es war an diesem Abend viel mehr von Chancen die Rede. „Der Integrationsprozess kann entscheidend fortgesetzt werden“, sagte Landeshauptmann Dr. Pühringer, der sich überzeugt gab: „Friede, Freiheit, Sicherheit und Wohlstand kann nur im gedeihlichen Miteinander gesichert werden. Das soziale Gefälle innerhalb Europas gefährde die Sicherheit. Die Hereinnahme neuer Staaten in die EU – sei daher Friedenspolitik. Im übrigen zeigte sich der Landeshauptmann auch überzeugt, dass auf lange Sicht das noch viel stärkere soziale Nord-Süd-Gefälle eine Bedrohung sei.
Die EU-Erweiterung kann nicht gegen die Menschen geschehen. Die Sorgen der Menschen müssen ernst genommen werden. So werde es abstützende Programme für die Grenzregionen brauchen. Das Beispiel Umweltschutz zeige wie wichtig, ein möglichst großer Konsens und eine gemeinsame Politik in Europa sei, denn Umweltgefahren machen nicht vor Verwaltungsgrenzen Halt. – Das waren nur zwei der vielen angeschnittenen Themen.