Angeregt durch einen Artikel in der Kirchenzeitung haben sich Schülerinnen der Fachschulen der Marienschwestern in St. Valentin (NÖ) auf eine Probe-Einkaufstour begeben. Sie berichten über ihre Erfahrungen:
Bianca, Sandra und Maxi waren bei Merkur. Ihre Zusammenfassung: „Bei den Bioprodukten gab es Joghurt, Käse, Milch und Butter. Obst und Gemüse kommt zwar aus Österreich, ist jedoch leider keine Bioware.
Als wir um Transfairprodukte fragten, wusste die Verkäuferin mit diesem Begriff überhaupt nichts anzufangen. Eine andere teilte uns freundlich mit, dass es keine Transfair-Schokolade gibt, jedoch vier Arten von Transfair-Kaffee. Sie wollte für uns sogar den Geschäftsführer fragen.“
Bei Hofer haben sich Elisabeth und Franziska umgesehen. Sie berichten: „Außer Biomilch fanden wir keine biologischen Produkte. Transfairprodukte gab es überhaupt nicht. Wir würden uns ein breiteres Angebot von Bioprodukten wünschen und zumindest Transfair-Kaffee.“
Lange Suche
Eveline und Helena haben das Angebot bei Eurospar geprüft und folgende Erfahrungen gemacht: „Transfairprodukte waren nur als Kaffee erhältlich. Da waren wir voll enttäuscht. Als wir eine Verkäuferin um Biojoghurt fragten, musste sie selber lange suchen. Sie riet uns Berghofmilch. Ob diese wirklich ein Bioprodukt ist, stellen wir in Frage. Für den Käufer wäre ein allgemeines Biosiegel hilfreich. Jede Verkäuferin müsste selber über den Wert dieser Produkte überzeugt Auskunft geben können. An Bioprodukten fanden wir dann: Biovollmilch, Bio-Sauerrahm und Bio-Joghurt.“Monika, Martina und Silvia kamen begeistert von ihrer Einkaufstour bei Billa zurück. Ihr Kommentar: „Wir haben eine ganz nette Verkäuferin gefunden. Sie hat uns die breite Palette an Bioproduktangeboten gezeigt und uns genau Auskunft geben können, wenn wir unsicher waren. Was es da alles an Produkten gibt!“
Ein wenig enttäuscht kamen Tanja, Daniela und Marlene aus dem „Nah-und-Frisch“-Geschäft. Sie erzählen: „Als die Kassierin das Wort Bioprodukte’ hörte, schüttelte sie den Kopf und sagte ein wenig verlegen: Bio! Vielleicht gibt es die im Nah-und-Frisch im nächsten Ort. Von Transfair-Produkten scheint sie überhaupt noch nie etwas gehört zu haben.“
Gedanken der Schülerinnen nach der Einkaufs-Tour: „Wenn Bioprodukte wirklich gut und gesünder sind und die Natur erhalten helfen, müsste dann nicht noch besser dafür geworben, noch besser informiert werden, im Geschäft noch ein besserer Platz dafür gefunden werden?
Wenn Transfair-Produkte den Menschen helfen, menschenwürdiger leben zu können, könnte der Handel hierin nicht eine notwendige zeitgemäße Aufgabe wahrnehmen und zum Wohl vieler Menschen beitragen?“