Im April mußte die Flüchtlingsberatung der Caritas Oberösterreich 80 Personen abweisen. Es gibt zu wenig Platz für Flüchtlinge.Die Situation ist dramatisch, sagt Caritas-Direktor Mathias Mühlberger. In den Notquartieren, in denen Asylwerber auf ihre Einvernahme warten, gibt es viel zu wenig Plätze. Damit landen die Asylwerber auf der Straße. Die Caritas verfügt insgesamt über 170 Wohnmöglichkeiten an Standorten in Linz, Wels, Grein, Thalham und Bad Kreuzen. Allein in den letzten drei Wochen gab es für 80 Leute keinen Platz mehr. Hauptgrund des Engpasses: Nach einem Eigentümerwechsel hat der Magistrat Linz die bisherige Verwendung des Unterkünfte in der Linzer Lunzerstraße untersagt. Dieses wurde ursprünglich als Lehrlingsheim zugelassen.
„Wir brauchen dringend eine Zwischenlösung“, appelliert der Leiter der Flüchtlings- und Gastarbeiterberatung, Mag. Hans Schwarzbauer. Die Wartezeiten der Antragsteller werden länger, damit auch die Verweildauer in den Notquartieren. „Zu viele Asylwerber stehen auf der Straße“. Derzeit bestünde kein Rechtsanspruch, mit der Antragstellung in die Bundesbetreuung aufgenommen zu werden. Es gibt nur die Unterstützung des Länder und privater Sozialorganisationen. Kann ein Flüchtling keine Adresse angeben, kann ihm auch keine Vorladung zugstellt werden. Die Caritas fordert eine Beschleunigung der Asylverfahren. Wegen der weltweit zunehmenden Zahl der Krisenherde sind auch mehr Flüchtlinge zu erwarten. mf