Linzer Dompfarre lud zum Fest der Glockenweihe vor 100 Jahren
Ausgabe: 2002/18, Glockenweihe, Kreuz, Dompfarre
02.05.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Bild von oben links nach unten: Franz Wohlschlögl überstellte vor 50 Jahren mit einem 100 PS starker „Hanomag“, Baujahr 1942, in einer zweitägigen Fahrt die Pummerin nach Wien. Mit dem Originalfahrzeug und einer nachgegossenen „Pummerin“ feierte er das Glockenfest in Linz mit. Der Guss der Pummerin gelang damals erst beim zweiten Versuch. Sie wurde zum Teil aus dem Material der im Krieg zerstörten Vorgänger-Glocke gegossen.
Dompfarrer Dr. Maximilian Strasser, Bundesratsvorsitzende Uta Barbara Pühringer, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Hofrat Mag. Erwin Garstenauer von der Kulturabteilung des Landes Oberösterreich und Generalvikar Mag. Josef Ahammer.
Zahlreiche Gäste verfolgten am Samstag Abend den Festakt anlässlich der zugleich gefeierten Übergabe der Pummerin an die Erzdiözese Wien.
Goldhaubenfrauen aus Linz und Oberösterreich.
Das seltene Ereigniss eines Glockengusses war beim Fest zu erleben, vorbildlich organisiert vom Glocken- und Orgelreferenten Siegfried Adlberger.
Bilder rechts von oben nach unten: Generalvikar Mag. Josef Ahammer, Landeshauptsmann Dr. Josef Pühringer und Dompfarrer Dr. Maximilian Strasser bei ihren Festansprachen.
Fotograf: Franz Maria GlaserMit der Glockenweihe am 30 April 1902 und der Segnung des Turmkreuzes am Tag darauf, dem 1. Mai, ging eine wichtige Etappe des Dombaus in Linz zu Ende. Für Samstag und Sonntag hatte die Dompfarre mit ihren vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum 100-Jahr-Jubiläum geladen. Zugleich gedachte das Land Oberösterreich der Überbringung der „Pummerin“ nach Wien, die am 25. April 1952 erfolgt war. Auch diese Gedenkfeier war in das Domfest eingebettet.
Die Glocken rufen zur Gemeinschaft und das Kreuz ermutigt, lebendige Zeichen der Botschaft Jesus zu sein. Das gab Bischof Maximilian Aichern beim Festgottesdienst am Sonntag den Feiernden mit auf den Weg. Das Kreuz ist mehr als nur „Schmuck“ auf dem Dom. Wie plötzlich es in das Leben hereinbricht, wurde am Freitag im deutschen Erfurt deutlich, als ein 19-jähriger 17 Menschen und sich selbst tötete: Leid ist nicht zu verstehen oder zu erklären. Man muss es tragen.