Die Förderung der regionalen Entwicklung ist Ziel des Hauses SPES in Schlierbach. Mit der Familienakademie setzt SPES einen neuen Akzent.
Auf 100 Eheschließungen kommen im Bezirk Kirchdorf 44 Scheidungen. Das sind ähnliche Verhältnisse wie in Großstädten. „Was ist los bei uns?“, fragten die Betreiber des Bildungszentrums SPES in Schlierbach. Ihre Antwort: Am Freitag, 3. Mai haben sie die SPES-Familienakademie aus der Taufe gehoben. Mit einem breit gefächerten Angebot möchte das von einem privaten Trägerverein geführte Zentrum die Aufmerksamkeit darauf lenken, was Familien brauchen – von Kursen bis zu Erholungswochen.
Dass die Familie in der Gesellschaft noch nicht jene Wertschätzung hat, die sie braucht, machte Dr. Helmuth Schattovits in seinem Eröffnungsreferat deutlich: Während jeder Erwerbstätige in Österreich im Schnitt 23 Prozent seines Einkommens zu Gunsten der nicht mehr erwerbstätigen Generation abliefert, werden für die noch nicht Erwerbstätigen nur vier Prozent abgegeben.
Das in Österreich nun eingeführte Kindergeld sei zwar ein Meilenstein in der Entwicklung, doch seien auch hier Verbesserungen notwendig. Bis zum Beginn des Volksschulalters bräuchten Familien die staatliche Unterstützung zur Betreuung der Kinder.