Die Zuwanderung nach Österreich durch gekürzte Sozialleistungen einbremsen zu wollen, hält der Präsident der Katholischen Aktion Österreichs, Christian Friesl, für „wenig menschlich und unvernünftig“. FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler hatte sich vergangene Woche dafür ausgesprochen, dass Zuwanderer nur mehr Leistungen auf ungefähr jenem Niveau erhalten, wie sie in ihrem Herkunftsland üblich sind. Er berief sich dabei auf den jüngsten Migrationsreport 2002, demzufolge nicht nur der höhere Lohn ein wichtiges Wanderungsmotiv darstellt, sondern auch die attraktiveren sozialen Sicherungssysteme in Westeuropa. Scharfe Kritik an Westenthalers Vorschlägen hat auch Diakonie-Direktor Michael Chalupka geübt: diese seien einzig dazu geeignet, „tiefe Ressentiments zu schüren und die seelische Hygiene Österreichs zu korrumpieren“. Der FP-Klubobmann versuche, „niederste Instinkte des Neids und der Fremdenfeindlichkeit“ anzusprechen.