- Bischöfe als Vermittler Kampala. Ugandas Präsident Museveni hat die katholischen Bischöfe des Landes gebeten, Gespräche mit der Rebellenorganisation (LRA) zu beginnen. Den LRA-Unterhändlern sicherte er zu, dass sie während dieser Vermittlungsgespräche nicht angegriffen würden. Die LRA operiert vom Südsudan aus im Norden Ugandas. Sie wird von der sudanesischen Regierung unterstützt, da Uganda die schwarzafrikanischen Rebellen im Sudan fördert. Die LRA soll auch an die 5000 Kindersoldaten rekrutiert haben.
- Abschaffung der Todesstrafe Manila. Die katholischen Bischöfe haben die Abschaffung der Todesstrafe auf den Philippinen gefordert. Die Todesstrafe dämme die Kriminalität nicht ein, es wäre vielmehr notwendig, die Wurzeln der steigenden Kriminalität zu bekämpfen. Vor 25 Jahren haben die Philippinen beschlossen, die Todesstrafe nicht mehr anzuwenden. 1999 wurde dieses Moratorium gebrochen. Nachdem im Heiligen Jahr die Anwendung der Todesstrafe erneut ausgesetzt wurde, soll es ab Oktober wieder zu Hinrichtungen kommen. Derzeit sitzen mehr als 1000 „Todeskandidaten“ in Gefängnissen.
- Cardoso deckt Verbrecher Brasilia. Erzbischof Silvestre Scandian vom brasilianischen Teilstaat Espirito Santo beschuldigt Staatschef Cardoso und den Generalstaatsanwalt Brasiliens, Korruption und Verbrechen zu decken. Beide hatten es abgelehnt, durch die Entsendung von Bundesbehörden gegen die korrupte Verwaltung und das organisierte Verbrechen vorzugehen. Der Nationale Menschenrechtsrat hatte einstimmig die Bundesintervention beschlossen, nachdem zahlreiche Menschenrechtsaktivisten mit dem Tod bedroht wurden. Der Bundesstaat hat die höchste Mordrate Brasiliens.