Letzte Woche forderten Sozialminister Herbert Haupt und Außenministerin Benita Ferrero-Waldner, dass Spenden für humanitäre und soziale Zwecke sowie für die Entwicklungshilfe von der Steuer absetzbar sein sollten. Es sei nicht verständlich, dass in Österreich Spenden für die Ameisenforschung die Steuer vermindern, nicht Spenden für Hungernde in der Welt, meinte die Außenministerin. Haupt und Ferrero-Waldner forderten, dass bei der nächsten Steuerreform dieses Anliegen wahrgenommen wird. Österreich ist neben Finnland das einzige Land, wo humanitäre Spenden nicht steuerlich abgesetzt werden können. Die Kirchen haben den Vorstoß der Minister begrüßt. Gerade ihre Hilfswerke (Caritas, Diakonie etc.) sind auf Spenden angewiesen, auch deshalb, weil es von der öffentlichen Hand oder der EU Fördergelder für Projekte oft nur gibt, wenn man selber Eigenmittel hat.