69 Prozent der Östereicher/-innen geben dem im Jänner 2002 eingeführten Kinderbetreuungsgeld die Note „sehr gut“ oder „gut“. Beim alten Karenzgeld waren es nur 49%. Das Österreichische Institut für Familienforschung (ÖIF) evaluiert im Auftrag des Sozialministeriums die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes vom Herbst 2001 bis 2003. Die erste Untersuchungsfolge knapp vor dem Start ergab nicht nur eine gute Note. 83% der Befragten wussten auch über das Kindergeld für alle Mütter (Väter) Bescheid. Große Unsicherheiten gab es allerdings bei den Zuverdienstmöglichkeiten (-grenzen) und bei der Tatsache, dass man zwar 30 Monate Kindergeld bekommen kann, aber nur 24 Monate Karenzschutz hat. Beide Punkte waren im Vorfeld vom Katholischen Familienverband bereits kritisiert worden. Jetzt fordert KFÖ-Präsident Johannes Fenz erneut, die Karenzzeit an die Kindergeldbezugszeit anzupassen und die Zuverdienstgrenzen überhaupt zu streichen. Deutlich wurde auch, dass das Kindergeld den Wünschen der Mütter nach einer längeren Betreuungszeit der Kinder (87% wünschen sich drei Jahre) sehr entgegenkommt. In diese Richtung geht auch der Wunsch, dass zwei Drittel der Frauen nach der Karenz zunächst eine Teilzeitarbeit annehmen wollen.