Alfons von Liguori (1696 – 1787) gab 1723 seinen Beruf als Rechtsanwalt auf und wurde Diözesanpriester in Neapel. Die Seelsorge seiner Zeit erschöpfte sich fast ausschließlich in der Anleitung zum unbeugsamen, starren Festhalten an moralischen Grundsätzen (Rigorismus), die unweigerlich ein Angst erregendes Gottesbild entstehen ließ. Aus so einer Kirche wollte Alfons ausziehen: Er verließ Neapel, um auf dem Land das Leben der Ärmsten seiner Zeit zu teilen. So gelang ihm auch der Auszug aus dem Gesetzes-Rigorismus. Er fand zu einem neuen Gottesbild: Er fand einen erbarmenden Gott, einen Gott, der nicht Weltverbesserer, sondern Erlöser ist. Damit gab Alfons der Kirche – nicht nur seiner Zeit – einen wertvollen Anstoß. Alfons gründete den Orden der Redemptoristen und der Redemptoristinnen. In Oberösterreich gibt es Niederlassungen in Pucheim (Männer) und in Ried/Ikr. (Frauen).