Damit Training einen Therapie-Effekt hat, muss wie das Training eines Leistungssportlers – dessen Anstrengungsgrad und Umfang abgestimmt werden. Die Intensität der Belastung wird fast ausschließlich überwacht durch die Kontrolle der Herzfrequenz (Pulsuhr). Die Frequenz muss hoch genug sein, darf aber nicht zu hoch gewählt werden. Um die richtige Intensität zu bestimmen, gibt es zwar einige Berechnungsformeln. Bei Patienten ist es aber unbedingt erforderlich, zuvor anhand eines Belastungstests (Arzt) und der dabei erhobenen Kurven die Frequenzbereiche festzulegen.Faustregeln zur Be-stimmung der optimalen Herzfrequenz (wie sie in „Beipackzetteln“ bei Pulsuhren angegeben sind), sind für gesunde Personen eventuell brauchbar, für Patienten aber nicht geeignet. Sie benötigen oft am Beginn des Trainings eine ärztliche Überwachung. Die Kontrolle des therapeutisch sinnvollen/optimalen Pulses (Pulsuhr) beim Training ist wichtig! Jemandem, der zum Beispiel zehn Jahre keiner sportlichen Betätigung nachgegangen ist, ist es – genauso wie Menschen mit auffälligen Befunden – zu empfehlen, sich vor Aufnahme des Gesundheitssports ärztlich durchuntersuchen zu lassen. Erst recht dann, wenn eine Gesundenuntersuchung schon erste Hinweise auf Blutdruck- oder Stoffwechselprobleme zeigte.Dr. Karl Mayr