Gummihupfen, Stille Post, Pfitschi-Goggerln ... viele heutige Kinder kennen die alten Spiele nicht mehr. Mit Spielen verbinden sie Computerspiele oder Plastikfiguren, aber – das lässt sich ändern.
Die Umweltberatung Niederösterreich und Wien wollte, dass die alten Spiele nicht verloren gehen. Sie hat Spielideen für einen kinderfreundlichen Familiensommer gesammelt. Die passable Sammlung, die durch einige Basteltipps (z. B. für „Weidenpfeifchen“) komplettiert wird, ist jetzt als Broschüre mit dem Titel „Alte Spiele – neu entdeckt“ kostenlos erhältlich und stößt auf großes Interesse. „Den Kindern ist oft fad, da bin ich dankbar für einfache Anregungen“, ist eine Mutter begeistert. Ein Bub: „Solche Spiele taugen, wenn ein paar Freunde da sind.“
Reise mit dem Vater
Ein Kind, der „Vater“, steht in einiger Entfernung mit dem Rücken zu den anderen. Die anderen Kinder stellen abwechselnd die Frage: „Vater, wie weit darf ich reisen?“, und er antwortet z. B. „Drei Umdrehungen weit“ oder „Einen Purzelbaum nach vorne“. Dabei geht es weniger darum, wer der/die Erste am Ziel ist, sondern mehr um den Spaß!
Versteinern
Für fünf, sechs Spieler/innen: Ein Kind ist der „Versteinerer“. Auf einer vereinbarten Fläche versucht der Versteinerer die Mitspieler/innen durch Handschlag zu „versteinern“. Das erwischte Kind muss starr stehen bleiben, jedoch kann das „versteinerte“ Kind durch Handschlag von den anderen Kindern wieder mit dem Spruch „Ich erlöse dich“ befreit werden. Sind alle „versteinert“, hat der „Versteinerer“ gewonnen, die Rolle wird gewechselt.
Pfitschi-Goggerln
Tischfußball ohne viel Aufwand, jedoch mit viel Spaß: Auf einem Tisch werden zwei Tore gekennzeichnet. Jeder der zwei Mitspieler nimmt ein Eurostück und als Fußball wird ein Zehn-Centstück genommen. Jede/r versucht jetzt mit seinem Euro (mit dem Finger oder einem Lineal schnippen) das 10-Cent-Stück in das Tor des Gegenspielers zu schießen.
Schwarzer Kater
Mehrere Kinder sitzen im Kreis. Ein Kind spielt den Kater und geht oder kriecht zu einem der anderen Kinder. Das Kind muss den „Kater“ streicheln und dabei dreimal sagen: „Armer schwarzer Kater.“ Dabei miaut dieser und schneidet komische Gesichter, um das Kind zum Lachen zu bringen. Wer lacht, muss die Rolle des Katers übernehmen.
Die Broschüre „Alte Spiele – neu entdeckt“ ist erhältlich bei: „Die Umweltberatung“, Wien, Tel. 01/803 32 32, E-Mail: service@umweltberatung.at oder bei „Die Umweltberatung“ NÖ, Tel. 02742/71 829, niederoesterreich@umweltberatung.at. Das Heft ist kostenlos. Freiwillige Beiträge als Unkostenersatz sind mittels beigelegtem Spendenerlagschein möglich.