Vatikan. Die Exkommunikation der sieben „Priesterinnen“ hat der Sekretär der Glaubenskongregation, Alterzbischof Tarcisio Bertone, verteidigt. Gegenüber Radio Vatikan sagte er, das Verhalten der Frauen und des exkommunizierten „Weihebischofs“ Romulo Braschi gefährde die von Jesus gewollte Struktur der Kirche. Es verdiene daher die schwerste kirchliche Strafe, die dann verhängt werde, wenn jemand versucht, das Erbe des Glaubens und die grundsätzliche Ordnung der Kirche zu zerstören. Zu den äußerst schwerwiegenden Delikten gehöre auch die Absicht, mit einem öffentlichen Akt andere Menschen zur Nachahmung zu veranlassen und eine neue Phase im Leben der Kirche einzuleiten. Nach den Worten Bertones solle die Exkommunikation auch das gesamte Gottesvolk belehren.
Kirchenappell gegen Krieg
Großbritannien. Vor einem Militärschlag gegen den Irak haben die christlichen Kirchen gewarnt. Ein solcher Angriff wäre „unmoralisch und ungesetzlich“, heißt es in einer Petition an Premier Tony Blair. Unterzeichnet ist das Schreiben von 3000 Christen, darunter der designierte anglikanische Primas, Erzbischof Rowan Williams. In der Petition heißt es: „Es ist bedauernswert, dass die mächtigsten Nationen der Welt den Krieg oder die Kriegsdrohung als ein annehmbares Mittel der Außenpolitik hinnehmen.“
Enorme Finanzlücke
Kanada. 19,6 Millionen Euro beträgt das Defizit für den Weltjugendtag in Toronto. Erzbischof Meagher, seitens der Bischofskonferenz für das Treffen zuständig, rief die Ortskirchen auf, die Finanzlücke zu schließen. Kanadas Kirche hatte das Treffen Ende Juli „als Investition in die Jugend der Welt“ organisiert.