1.663 mal zählte unser Telefonanrufbeantworter eine NEIN-Stimme, 465 mal eine JA-Stimme. Mehr als 2.100 mal wurde also zum Telefonhörer gegriffen, um sich zum Vorschlag eines Feiertagstausches zu Wort zu melden.
Die Frage, die wir in der letzten Kirchenzeitung unseren Leserinnen und Lesern stellten lautete: „Können Sie der Anregung von Präsident Leitl etwas abgewinnen, statt am 8. Dezember am Karfreitag einen Feiertag zu haben?“ 80 Prozent der registrierten Anrufe werden somit in die Waagschale zugunsten des Marien-Feiertags gelegt.
Es ist insgesamt heiß hergegangen nach der Anregung von Wirtschaftskammerpräsident Dr. Christoph Leitl. Er sprach sich zwar im Interview vehement für den Schutz der Sonn- und Feiertage aus, dieser erste Teil der Meldung ging fast durch die Bank unter. Alleine seine Anregung über einen Tausch des Feiertags am Marienfest des 8. Dezember gegen einen neuen Feiertag am Karfreitag erhitzte die Gemüter und fand großen Widerhall in vielen Medien.
Einen besonderen Aspekt hob unser Leser Josef Gruber aus Marchtrenk hervor, selbst ein Marienverehrer, der diesen Tausch nicht gegen die Gottesmutter empfindet. „Der Feiertagstausch 8. Dezember gegen Karfreitag“, so schreibt er, „wäre eine realistische Sache, der wir Katholiken zustimmen sollten. Außerdem besteht aus 1972 ein Synodenbeschluss 264/13: Der Karfreitag soll auch für die Katholiken als kirchlicher Feiertag gelten. Seine Anerkennung als gesetzlicher Feiertag soll angestrebt werden.“
Alois Litzlbauer aus Waldzell hingegen verglich den Tausch, als würde man Badehose gegen Gummistiefel tauschen. Er vermutet zudem, dass der 8. Dezember nur als Feiertag ein besonderer Einkaufstag wäre, was er als normaler Werktag verlieren würde. Litzlbauer: Dass der Karfreitag kein Feiertag ist, ist wichtig, denn nur so kann er als strenger Fasttag halbwegs überleben, sonst würde das Feiern und Trinken noch früher beginnen.Die Diskussion wird fortgesetzt, auch auf der Leserseite!