Pakistan. Tausende Christen haben am Donnerstag vergangener Woche mit einem Trauertag gegen die jüngsten Terroranschläge auf christliche Einrichtungen in ihrem Land demonstriert. Bei Trauermärschen unter anderem in Lahore, Peshawar und Karachi forderten sie zudem mehr Schutz für christliche Kirchen, Schulen und Krankenhäuser. Staatspräsident Pervez Musharraf hatte am Vortag in seiner Rede zum pakistanischen Unabhängigkeitstag jeden möglichen Schutz für Christen im Land zugesichert.
Alle Menschen gleich an Würde
Rom. Der Vatikan und führende Vertreter des Islam haben sich gegen jegliche Form von Rassismus ausgesprochen. Christen wie Muslime glauben, dass „der allmächtige Gott alle Menschen gleich an Würde geschaffen hat“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Verurteilt werden die rassistischen Praktiken in zahlreichen Gesellschaften. Gleichzeitig wird aufgerufen, sich dem Einsatz gegen Rassismus anzuschließen. Kardinal Francis Arinze und Kamal Al-Sharif, der Generalsekretär des Internationalen Islamischen Rates, betonten, dass die Beachtung religiöser Werte sowie das Bemühen um gegenseitiges Verständnis zu einer gerechten und friedlichen Welt beitragen.
Einreiseverbot: normaler Schritt
Russland. Präsident Wladimir Putin hat Papst Johannes Paul II. auf seinen Brief vom 8. Mai in Sachen Ausweisung katholischer Geistlicher geantwortet. Wie die Tageszeitung „Avvenire“ berichtet, sei die Visaverweigerung für Bischof Mazur und Pfarrer Caprio nicht das „Ergebnis einer Kampagne gegen die katholische Kirche“. Vielmehr handle es sich um „normale Maßnahmen“ eines souveränen Staates gegen einzelne ausländische Bürger.