Seit September befindet sich eine neue Kapelle am Ufer des Altenheimteichs in Peuerbach. Fini Ecklmair hat sie aus Dankbarkeit errichtet.
„Ich bin seit zehn Jahren krebskrank“, erzählt die Peuerbacherin. In dieser Zeit hat sie das Auf und Ab der Krankheit erlebt. Mal schien eine Behandlung zu helfen, dann ging es ihr wieder schlechter.
Kraft aus dem Glauben
Seit eineinhalb Jahren steht Fini Ecklmair nun ständig in chemotherapeutischer Behandlung. „Wenn mich die Leute fragen, woher ich die Kraft nehme, sage ich: aus dem Glauben.“ Durch ihre Kankheit hat Fini Ecklmair eine besondere Beziehung zum Glauben entwickelt. Als die Erkrankung das erste Mal ausbrach, war ihr Sohn acht, die Zwillingsschwestern fünf Jahre alt. Seither ist ein Jahrzehnt vergangen. Schon mehrere Jahre trug sich Frau Ecklmair mit dem Gedanken, eine Kapelle zu errichten. „Eigentlich wollte ich die Kapelle bauen, um Gott für meine Heilung zu danken. Nun habe ich sie errichtet als Zeichen des Dankes, dass ich trotz meiner Krankheit schon zehn Jahre leben darf“, erzählt sie. Vor ein paar Jahren war sie in Lourdes. Das hat sie so sehr beeindruckt, dass eine Lourdesmadonna nun in der neuen Kapelle zu sehen ist. Aber Fini Ecklmair wollte auch anderen helfen. Gemeinsam mit Helga Bauer hat sie eine Selbsthilfegruppe für Krebspatienten ins Leben gerufen. Dabei geht es vor allem um die Möglichkeit, mit Menschen sprechen zu können, die ähnliche Erfahrungen haben. „Bei Menschen, die nicht betroffen sind, fehlt oft das Verständnis“, erklärt Frau Ecklmair. Ziel ist es, sich gegenseitig Hoffnung zu machen und zu motivieren. Frauen und Männer sind gleichermaßen zum Kommen eingeladen.
Selbsthilfegruppe für Krebspatienten, jeden ersten Montag im Monat, 19 Uhr, Pfarrheim Peuerbach. Kontakt: Fini Ecklmair, Tel. 07276/34 58.