Hochburg: Diakone als Motoren für lebendige Pfarre
Ausgabe: 2002/43
23.10.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Mit Volksschuldirektor Andreas Peterlechner wurde in Hochburg/Ach am 20. Oktober 2002 innerhalb von nur drei Jahren der dritte Ständige Diakon geweiht.Nein, es sei nicht sein Konzept wehrt Pfarrer Dr. Siegfried Plasser die Frage ab, warum gerade in seiner Pfarre sich drei Männer für den Ständigen Diakonat entschieden: „Das ist Konzept des Heiligen Geistes“ und seine theologische Grundüberzeugung, dass jede Pfarre die Kräfte in sich hat, die sie braucht. Der Heilige Geist sorge dafür, dass eine Pfarre nicht auf Kräfte von außen warten muss, sondern ihre Entfaltung selbst in die Hand nehmen kann, so der Pfarrer. Seit 1979 sind in der Diözese Linz 65 Ständige Diakone geweiht worden. „Die Schar der Diakone ist zu einem beachtlichen Potenzial in der Pastoral geworden“, erklärt Msgr. Dr. Eduard Röthlin, Ausbildungsleiter und Pfarrer in Lasberg: „Die Ständigen Diakone soll man nicht zuerst von dem her bestimmen, was sie tun dürfen oder tun. Das hängt auch vom Kirchenrecht ab, das sich geändert hat und immer wieder ändert. Sie sollen ein offenes Auge und Ohr dafür haben, was zu verschiedenen Orten und Zeiten notwendig ist, um den Menschen leben zu helfen. Entscheidend ist, dass ihr Tun und Leben geprägt ist vom Geist der Diakonie, des Dienstes.“Das 2. Vatikanische Konzil hat den Ständigen Diakonat wieder eingeführt. Röthlin sieht seine Bedeutung darin, dass verheiratete Männer zum Diakonat zugelassen werden und der Priester nicht mehr allein für alles zuständig ist. Und dass auch der örtliche Pfarrgemeinderat gefragt wird, ob er einer Weihe des Kandidaten zustimmt: „Ich gebe gerne zu, dass die Erneuerung des Ständigen Diakonats mehr als einen Schönheitsfehler darin hat, dass Frauen, die oft die gleichen Dienste tun, bis jetzt nicht zum Diakonat geweiht werden können und Pastoralassistent/innen, die ein volles Theologiestudium haben, im Gegensatz zu den Diakonen offiziell nicht predigen dürfen.“ Nach der jüngsten Empfehlung der Internationalen Theologenkommission dürfte der Vatikan sich nun aber endgültig gegen eine Zulassung von Frauen zum Diakonen-Amt aussprechen. Bereits eine weitere Diakonenweihe findet am 26. Oktober statt: (Walding, 10.30 Uhr): Geweiht wird Mag. Helmut Kolnberger.