Granatapfel und Computer, Beduinenzelt und Elektrokontakt – die Bibelausstellung des Bibelwerks der Diözese Linz lässt die Betrachter/innen das Buch der Bücher mit allen Sinnen entdecken.
Über vier Jahre hat ein Team um Dr. Franz Kogler, den Leiter des Bibelwerks der Diözese Linz, geplant, entwickelt und gearbeitet. Nun ist sie fertig: Die Bibelausstellung, die mehr ist als eine Aneinanderreihung von Schautafeln. „Ein zeitgemäßer Zugang zur Bibel ist nicht nur Sache des Verstandes. Der ganze Mensch ist angesprochen.“ Und dazu gehört der Duft von Safran, der Geschmack von Granatäpfeln, die Hände in ein Ziegenfell zu vergraben oder am Computer durch die Bibel zu surfen. Schmied, Töpfer, Tischler, Grafiker – viele Hände haben zusammengeholfen, dass die Schau entstehen konnte. Alle ehrenamtlich. Rund 40.000 Euro beträgt der Wert eines Ausstellungs-Sets. Natürlich kommt auch der Inhalt der Heiligen Schrift nicht zu kurz. Anhand von Schlüsselwörtern wie Bund oder Reich Gottes werden einfache, aber fundierter Hilfen zum Verstehen der Heiligen Schrift gegeben. „Stolpersteine“ – schwierige Stellen – spricht die Ausstellung ebenfalls an. Breiten Raum ist dem Judentum gewidmet, der bleibenden „Wurzel. Ein Großteil der spielerischen und aktivierenden Elemente bringen den Betrachter/innen das Land Jesu und die Landschaften Palästinas näher – als „fünftes Evangelium“. Nach einer ersten Testphase geht die gesamte Ausstellung nun in den Vollbetrieb. Zwei Garnituren werden im kommenden „Jahr der Bibel“ in den Pfarren der Diözese unterwegs sein und zwei zusätzlich in der Region Pyhrn-Eisenwurzen und im Bildungshaus Greisinghof. Zwei Ausstellungsgarnituren gingen nach Salzburg und je eine nach Graz, Passau und Regensburg. Interesse am Kauf zeigt auch die Diözese Augsburg. Obwohl in der Diözese Passau noch keine Werbung gemacht wurde, ist die Ausstellung für 2003 bereits ausgebucht, freut sich Josef Veit, Leiter des Passauer Bibelreferates. In Regensburg derselbe Run auf die Schau. Bibelreferent Dr. Reinhold Then erklärt, warum er die Ausstellung so schätzt: „Ich kann meine drei Kinder dorthin mitnehmen. Ich bin überzeugt, dass ihnen nicht langweilig wird.“ (Katalog zur Ausstellung siehe Seite 13.)