Neben der Wahl einer neuen Landes- und Bundesvertretung stand auch eine Podiumsdiskussion mit Abgeordneten des oö Landtages und zum Nationalrat auf dem Programm.
Zum zweiten Mal seit ihrer Gründung im Januar 2002 veranstaltete die oö Plattform für Zivildiener einen Kongress. „Damals trat die Bundesplattform an mich heran und fragte mich, ob ich die Plattform in Oberösterreich aufbauen könnte“, erzählt deren Initiator Clemens Kaun. Weil der erste Kongress der oö. Plattform so erfolgreich war, durften die Oberösterreicher beim zweiten Mal auch den Bundeskongress mit aus richten. Wie schon beim ersten Mal fand die Zivildienstberatung durch den Beauftragten des Landesjugendreferates, Peter Peraus großes Interesse. Ein weiterer Programmpunkt war die Podiumsdiskussion mit der Nationalratsabgeordneten Theresia Haidlmayr (Grüne) sowie den oö. Landtagesabgeordneten Otto Gumpinger (ÖVP), Christian Makor-Winkelbauer (SPÖ) und Helga Moser (FPÖ). Eines der zentralen Themen dieser Diskussion war die Verpflegungssituation der Zivildiener. Zu den Kernforderungen der Plattform zählt die Anhebung des täglichen Satzes auf 13,60 Euro – dem Betrag, der im Heeresversorgungsgesetz für Präsenzdiener vorgesehen ist. Die Plattform hatte sich mit der Forderung an die Klubs der vier im Landtag vertretenen Parteien gewandt, dass das Land zumindest für „Zivis“ in Landeseinrichtungen diesen Verpflegungssatz sicherstellt. Unterstützung dafür fanden die Zivildiener bei Grünen und SPÖ. ÖVP und FPÖ verwiesen darauf, dass man dies nicht ohne den Bund regeln sollte.Auch die Wahl von Bundes- und Landesvertretungen stand am Kongress auf dem Programm. Christian Hierhold und Alexander Grimm (beide Graz) sind die Bundes-, Daniel Ruttinger, Bernhard Gerards, Dominik Haider und Martin Bartenberger die Landesvertreter der Plattform. Generell geht es der überparteilichen Plattform um eine Gleichstellung von Zivildienern, nicht nur bei der Verpflegung, sondern auch bei der Dauer des Dienstes. „Dabei wollen wir nicht polarisieren, denn beides ist wichtig“, so Initiator Kaun. Die Plattform fordert weiters eine gesetzlich verankerte Vertretung der Zivildiener, Verbesserungen bei der Wohnkostenbeihilfe (v.a. für WG-Bewohner) und die Installierung von Vertrauensmännern in einer Einrichtung ab drei (statt bisher ab fünf) Zivildienern.
Treffen der oö. Plattform finden jedes Monat statt, alle interessierten „Zivis“ sind eingeladen. Info bei Clemens Kaun: Tel. 0 699 / 11 84 23 85.