Warum ausgerechnet der Vatikan den Stoff für das mediale Sommerloch geliefert hat? Am letzten Tag vor den römischen Ferien wird ein Text der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Und das, obwohl die Veröffentlichung bereits am 28. März vom Papst angeordnet wurde. Dabei sorgt das brisante Thema in der römisch-katholischen Kirche immer für Zündstoff: der Umgang mit homosexuellen Menschen. Die „Erwägungen“ zeugen erneut vom römischen Umgangston mit denen, „die an dieser Anomalie leiden“. Ihnen ist mit „Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen“. In der Verteidigung der Ehe wird das noch deutlicher: es geht um „Billigung und Legalisierung des Bösen“ (Homo-Ehe) oder um „faktisch eine Vergewaltigung der Kinder“ (Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare). Das ist mehr als verletzend. Die Sprache spiegelt nichts von dem wider, wofür auch die Ehe steht: die liebende Beziehung Gottes zu den Menschen.
Walter Achleitner
Sehr interessant
Österreich hat endlich wieder eine Sommerdiskussion: Auf Autobahnen soll Tempo 160 erlaubt werden, schlug ein steirischer ÖVP-Mann vor. Für Verkehrsminister Gorbach ist es ein interessanter Vorschlag. Sicher sehr interessant ist der Vorschlag auch für die vielen Autofahrer, die unter gleißender Sonne auf unseren Autobahnen im Stau stecken. Sie dürfen jetzt träumen, mit 160 km/h dem Ziel entgegen zu rasen. Bisher reichte der Traum nur bis 130 km/h.Sicher sehr interessant ist der Vorschlag auch für die Autobahnanrainer. Sie dürfen jetzt träumen, dass die Lärmquellen zwar noch lauter durch die Gegend flitzen, sich dafür aber schneller entfernen. Ein interessanter Vorschlag also!