Wir erinnern uns: 2000 kam Placebos letztes Album, „Black Market Music“, auf den Markt und wurde von der Musikpresse gelobt. Ein Erfolg. Und jetzt hat die Band rund um Brian Moloko das Nachfolgewerk, „Sleeping With Ghosts“, unters Volk geworfen ... und wir können nichts dagegen unternehmen. Man hätte sich mehr der Elektronik verschrieben und will sich weiterentwickeln, so Brian Moloko. Der elektronische Glimbim auf diesem Werk ist allerdings nur Fassade. Dahinter die gleichen Sounds, die man von Placebo gewohnt ist. Weiterentwicklung? Fehlanzeige. Die neuen Sounds tragen eher dazu bei, dass „Sleeping With Ghosts“ sehr glatt und damit zu kühl wirkt. Alles scheint kalkuliert. Placebo nehmen gerade genug Elektronik mit an Bord, um von neuen Richtungen sprechen zu können und das Werk als „erwachsen“ zu bezeichnen. Doch eigentlich will man sich nicht vom Erfolgsrezept des 2000er Albums verabschieden. Schon Molokos erste gesungen Worte sollten Warnung genug sein: „Always stays the same / nothing ever changes.“ Nur das Cover hat sich verändert: aus schwarz wurde blau – aber das allein reicht leider nicht aus.