Lösen gentechnisch veränderte Lebensmittel wirklich das Hungerproblem? Der UN-Entwicklungsbericht 2003 bestätigt: Auf der Erde muss niemand hungern, würden die Ernten nur gerecht verteilt. Umso mehr überrascht es, dass sich nun ausgerechnet deshalb einflussreiche Stimmen im Vatikan zugunsten gentechnisch veränderter Lebensmittel aussprechen. Dass Erzbischof Martino, der 16 Jahre in New York gelebt und dort genug veränderte Nahrung zu sich genommen habe und noch keine Krankheitsanzeichen bemerke, wie er der „La Stampa“ erklärte, ist schön für ihn. Aber reicht das als Argument? Auch der bischöfliche Bioethik-Experte Sgreccia wolle sie nicht „verteufeln“: ein Produkt könne auch dann gut sein, wenn es „nicht natürlich“ erzeugt werde. Da stellt sich die Frage: gilt der „göttliche Schöpfungsplan“ und das „Handeln wider die Natur“ nur in der Sexualmoral, um die Pille zu verteufeln?