Als ich das „CD-Plastiksackerl“ meines Freundes durchstöberte, auf Klees „Unverwundbar“ stieß und dann im Autoradio zum ersten Mal hörte, wusste ich, dass ich mich getäuscht hatte – noch ist dieser (Musik-)Sommer nicht zu Ende.
Die Kölner Band rund um Suzie Kerstgens hat mit „Unverwundbar“ ein kleines Synthie-Popwunder vollbracht. Das Herrliche an diesen voll und satt klingenden und an die 80er Jahre erinnernden Songs ist, dass Musik und Texte den Hörer in ihrer Einfachheit und Naivität in ihren Bann ziehen und verzaubern. Beim Hören der CD scheinen 2raumwohnung, Peter Licht, die Sterne oder Stereo Total manchmal ganz in der Nähe zu sein. Doch störend ist das nicht, zumal die Frische, die in den Songs von Klee zu Tage tritt, wiederum einzigartig ist. „Was für ein schöner Tag, ich spür meinen Herzschlag/ Was ich wirklich will, ist dieser eine Tag für immer“. „Unverwundbar“ ist eine (letzte) kleine Umarmung des Sommers, die uns ganz, ganz leicht über die kalte Zeit des Jahres hinwegtragen wird.