Pfarre Linz-St. Magdalena sorgt für Ausbildung von Jugendlichen in Kolumbien
Ausgabe: 2003/35, Bildung, Cartagena, Kolumbien, St. Magdalena,
26.08.2003
- Heinz Niederleitner
Seit vielen Jahren unterstützt die Pfarre Linz-St. Magdalena die Arbeit von Sr. Elfride Jagersberger in den Armenvierteln am Stadtrand von Cartagena in Kolumbien. Bildungsprojekte sind ein Schwerpunkt.
Die Pfarre Linz-St. Magdalena setzt sich dafür ein, dass junge Menschen in Kolumbien, die sonst keine Möglichkeit haben, eine Ausbildung erhalten. So ist es kein Zufall, dass die Schule in El Progreso am Stadtrand von Cartagena den Namen Santa Magdalena trägt. Sie ist eines von den Projekten, die vom Fachausschuss „Eine Welt“ der Pfarre unterstützt werden. „Bei unserem Besuch im Flüchtlingsgebiet Nelson Mandela vor zwei Jahren wurden wir um Unterstützung gebeten“, erzählt Georg König vom Fachausschuss.
Arbeitslose Lehrer wollten dort Kinder unterrichten. „Wir haben eine Antrag beim Land Oberösterreich gestellt. Um 10.000 Euro wurden vier einfache Klassenzimmer gebaut, in denen jetzt rund 200 Kinder unterrichtet werden“, erzählt König, der kürzlich mit einer Delegation in Kolumbien auf Besuch war. Dort haben sie auch die Bertha-von-Suttner-Schule besucht. Auch sie trägt ihren Namen nicht zufällig: Die Linzer Suttner-Schule (Hauptschule 27) hat sie finanziert. 2001 wurde die Schule für 600 Schüler/innen eröffnet. Sr. Elfride leistet mit den Schulprojekten Pionierarbeit. Im ganzen Gebiet Nelson Mandela mit seinen 40.000 Menschen gibt es noch immer keine Hauptschule. „Der Bau einer neuen Schule ist dringend erforderlich und wir möchten weiterhin helfen“, sagt Georg König.
Studienunterstützung
Ein weiteres Projekt, das die Pfarre Linz-St. Magdalena unterstützt, hat sich erfolgreich entwickelt: Die 25-jährige Patricia ist die erste fertige Juristen, deren Studium durch die Stipendienaktion der Pfarre unterstützt wurde. Sie hat das Praktikum in der Justizabteilung der Landesregierung Bolivar absolviert. Ihre Vorgesetzten sowie der Leiter der Justizabteilung sind mit ihr voll zufrieden. Patricia arbeitet derzeit unentgeltlich weiter, in der Hoffnung und mit der Zusage, den nächsten frei werdenden Posten zu bekommen.
Derzeit sind 40 Student/innen im Programm, die von etwa gleich vielen Sponsoren mit je 30 Euro pro Monat unterstützt werden. „Wir haben die Buchhaltung überprüft. Einnahmen und Ausgaben werden genau aufgezeichnet, der Studienerfolg wird kontrolliert. Die Student/innen kommen zu den monatlichen Treffen, bei denen die Schecks ausgeteilt werden“, berichtet Georg König von seinem Besuch.Das Stipendienprogramm unterstützt jedoch nicht nur Vollstudien, sondern auch andere Arten von weiterführender Bildung für Maturant/innen.
Infos zum Stipendienprogramm bei DI Klaus Pucher, Tel. 0732/25 39 70.