500 Jugendliche besuchten Jugendevent der Ökumenischen Initiative
Ausgabe: 2003/37, Rosenau, Sonray, Jugendevent
10.09.2003
- Franz-Xaver Wimmer
In Rosenau am Hengstpass veranstaltete die Ökumenische Initiative, eine Gruppe von Christen zwischen Enns- und Almtal, ein Jugendevent zum Jahr der Bibel.
Rock mit Jesus in Rosenau „Sonray“ – die Schilder führen in den Wald. Von Rosenau am Hengstpass immer weiter in ein kleines Tal rein. Hinten, am Talschluss, wird’s hell und laut – eine Bühne mit dutzenden Scheinwerfern, daneben turmhohe Lautsprecherboxen. Zelte in allen Größen – zum Tanzen und Spielen, zum Essen und zum Beten.
Auch für Fernstehende
„Sonray“ entstand als Jugend-Event der Ökumenischen Initiative zum Jahr der Bibel: „Wir möchten möglichst viele junge Menschen ansprechen, auch solche, die der Kirche fern stehen“ – mit diesem Gedanken des Arztes Dr. Herbert Bronnenmayr hat’s begonnen. Bronnenmayrs Zugang zum Thema – sein Sohn Bernhard singt bei der Rockband „Embassy“ (Botschaft). Die frohe Botschaft, die Botschaft von Christus gehört dazu.
Herausgekommen ist bei „Sonray“ eine bunte Mischung: Wer sich die zweiundvierzig Stunden in Rosenau gibt, hat Zeit für Action und Natur erleben grad so wie zum Beten und Abtanzen. Diese Freiheit auszuwählen ist vielleicht das wirklich Neue an „Sonray“: Rocknächte mit christlichen Bands gibt’s schon viele. Auch genug Bands, die missionarischen Eifer zeigen. In Rosenau war aber mehr zu spüren: die Ruhe, tagsüber keine Radios, keine CD-Player, ja nicht einmal ein Handy funktioniert in der Innerrosenau. Die Band EastWest aus Kalifornien kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, haben so etwas noch nicht erlebt und werden die Saga von Rosenau in die USA mitnehmen.
Fünfhundert junge Menschen sind zu „Sonray“ gekommen, katholische und evangelische Jugendgruppen, Jugendliche aus Freikirchen und der Pfingstgemeinde und „ganz gewöhnliche“ ohne Mascherl und ohne Kontakt zu einer kirchlichen Gemeinschaft: „De Musi is klass, aber mit de heiligen Sachen dazwischen kann i nix anfanga.“ Und die Stimmung? Ausgesprochen gut – keine fromme Euphorie, sondern ein fröhliches Miteinander – obwohl die Kälte den Teilnehmer/innen ziemlich zugesetzt hat.
Erwartungen fast erfüllt
Fünfhundert Jugendliche – das ist für ein Pilotprojekt schön, aber doch deutlich weniger, als von den Veranstaltern erhofft und kalkuliert. Das Defizit muss privat getragen werden. Trotzdem ist daran gedacht, dass es „Sonray“ wieder geben soll. Dann muss die Veranstaltung aber auf mehr Schultern verteilt werden. Interesse gibt’s jedenfalls auch von Jugendleitern: Die waren überrascht, wie professionell „Sonray“ organisiert war – hätten sie das gewusst, hätten sie mehr Jugendliche mitgebracht. Und der Eindruck der Veranstalter: „Der Traum war groß und ist bis auf die Besucherzahlen erfüllt worden. Teens haben uns anvertraut, dass sich in ihrem Herzen glaubensmäßig etwas bewegt hat.“ Eine Nachlese gibt’s im Internet unter www.sonray.net, mit Links zu allen Bands.
Nach dem Jugend-Event gibt’s eine „Woche der Begegnung“ von 19. bis 25. Oktober in Micheldorf: Kontakt: Diakon Carlo Neuhuber, Tel. 07257/71 19, E-Mail: c.neuhuber@utanet.at