Sein Slowakei-Besuch hat dramatisch vor Augen geführt, wie weit die Parkinson-Erkrankung fortgeschritten ist, an der Johannes Paul II. leidet. Um so mehr Bedeutung haben seine Worte, mit denen der 83-Jährige besonders Gläubigen im ländlichen Raum vor dem EU-Beitritt Mut machen will. Denn wie in seiner polnischen Heimat so droht auch die katholische Kirche der Slowakei immer stärker zum Sammelbecken der Modernisierungs-verlierer zu werden: mit starker Basis in der Landbevölkerung und schwacher Präsenz in der Erfolgsgeneration der Großstädte. Deshalb lautete seine Botschaft: Mut haben, in der Welt hinausgehen und das Evangelium leben. Denn mit dem EU-Beitritt darf nicht der Eindruck einer jammernden Kirche entstehen.