Am 12. September verabschiedete sich einer der größten Country Sänger – Johnny Cash ist tot. Um die Musik des „Man in black“ zu würdigen, will ich sein letztes und großartiges Album "The Man Comes Around" vorstellen: Auf dem vierten Album der American Recordings sind teils eigene Stücke, teils Interpretationen von Songs anderer Künstler zu finden.
Bislang unvorstellbar, dass der Depeche Mode-Klassiker "Personal Jesus" je in ein Country-Gewand gesteckt werden könnte. Cash schaffte es, verlieh dem Song ein neues Herz und dem Album damit eine Seele. Ebenso wunderbar, weil knapp am Kitsch vorbei, das mit Fiona Apple vorge-tragene "Bridge Over Troubled Water". Es folgen Songs von Sting, den Beatles oder von den Nine Inch Nails. Keiner der 15 Songs scheint aus der Reihe zu tanzen, man freut sich daran welch unterschiedlichen Musikstile schließlich auf einer Platte Platz finden, um dann in einem großen einheitlichen Gewand neu zu erstrahlen. Mit dem finalen Song "We‘ll Meet Again" meint man Johnny Cashs Abschied hören zu können. Sleep well. krJohnny Cash – American Recordings IV: The Man Comes Around (erschienen bei Lost Highway)