Jugendliche sangen für Wasser in Rui Barbosa (Brasilien)
Ausgabe: 2003/39, Jugendchor, Linsmair, Ostbahn,
23.09.2003
- Matthäus Fellinger
Die Welser Familie Linsmaier hat vor zehn Jahren das Entwicklungsprojekt „Wasser für Rui Barbosa“ ins Leben gerufen. Ein Grund zum Feiern.
501 Schülerinnen und Schüler aus neun Welser Schulen bildeten den größten Jugendchor, den Wels bislang erlebt hat. Zusammen mit Stars der Musikszene – von RIK bis Kurt Ostbahn – begeisterten sie in der Boschhalle am Freitag, 19. September, das Publikum. 3000 Leute waren zu diesem Konzert gekommen. „Das Konzert war ein finanzieller und emotioneller Erfolg“, betont Josef Linsmaier: „Mit dem Kauf einer Konzertkarte haben sich die Besucher und Besucherinnen selbst eine Freude gemacht und gleichzeitig auch anderen Menschen geholfen“. Was am Freitag musikalisch über die Bühne kam, wurde am Samstag Nachmittag im Bildungshaus Puchberg noch einmal gefeiert. Ein Dankgottesdienst, zu dem nicht nur der Linzer Bischof Maximilian Aichern, sondern auch die brasilianischen Bischöfe Richard Weberberger von Barreiras und Andre de Witte aus Rui Barbosa gekommen waren, ebenso Abt Meinrad Schröger, Abt des Klosters von Jequitiba.Weberberger schilderte eindringlich, wie wichtig die Erschließung von Wasser im Nordosten Brasiliens ist. Das Grundwasser ist salzig. Brunnenwasser zum Bewässern würde das Land mit der Zeit unfruchtbar machen. Mit Zisternen kann Regenwasser verwendet werden. Über 500 Zisternen wurden um Rui Barbosa durch den Verein „Wasser für Rui Barbosa" schon gebaut. Jetzt hat auch die brasilianische Regierung das Programm übernommen. Sie will in der Gegend 600 weitere Zisternen errichten lassen. Mit dem Erlös aus dem Konzert wird der Verein vor allem die Ausbildung von Kindern unterstützen und neue Ansatzpunkte wie zum Beispiel den biologischen Landbau forcieren. Man kann nicht darauf warten, bis das System sich ändert, so Bischof Weberberger. Man muss schon jetzt schon etwas tun.