Eigentlich bin ich ja in den Laden, um die neue Bowie-CD zu kaufen … Doch bei der Abhörstation fiel mir dieses grauenhafte Leopardenfell-Cover des neuen Manic Street Preacher Albums ins Auge. Das schrie förmlich nach TRASH – und ich musste reinhören: Auf dem ersten Streich von Bradfield und Co finden sich 20 B-Seiten bzw. bislang gänzlich unveröffentlichte Songs. Das Material umfasst eine Zeitspanne von elf Jahren (1992 bis 2003). Kein Wunder, dass die erste CD von den Musikstilen dann auch sehr bunt anmutet. Von Pop über Rock bis hin zu fast punkigen Stücken ist alles vertreten. Langweilig wird einem da nicht.
Wahnwitzig geht’s dann auf CD 2 zu. Hier tummeln sich 15 scheinbar willkürlich ausgewählte Coversongs: ob Chuck Berry’s „Rock And Roll Music“, Nirvana’s „Been A Son“ oder Burt Bacharach’s „Raindrops Keep Falling On My Head“ oder aber „Train In Vain“ von The Clash – es scheint nichts zusammenzupassen und gerade darin liegt Faszination.Und nach dem finalen „Last Christmas“ von Wham möchte man laut losprusten. Diese Doppel-CD ist ein Witz – aber ein sehr, sehr guter!