Welches Thema könnte 18- bis 35-Jährige mehr betreffen als die Rollen von Mann und Frau? „Er & Sie – Männer- und Frauenbilder im Wandel“ war der Titel eines Treffens junger Erwachsener.
46 junge Menschen kamen letzten Samstag im Bildungshaus Puchberg zusammen, um sich bei Kaffee und Kuchen erstmal näher kennen zu lernen. In Gruppen konnten die Teilnehmer/innen das Gehörte mit ihren Erfahrungen vergleichen und beispielsweise darüber diskutieren, welche Umstände Männer daran hindern, in Karenz zu gehen. Bei einer Talkshow mit Gästen ging es um die Frage: „Wie lebst du deine Männlichkeit/Weiblichkeit in deiner jeweiligen Lebenssituation?“ – mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen.
Angela Neuburger hat vor Karriere zu machen und ist bereit dafür auf Kinder und gegebenenfalls auf eine feste Partnerschaft zu verzichten. Sie will sich möglichst wenig einschränken lassen. Reinhard Humer ist sich seiner weiblichen Seiten bewusst und lebt diese auch aus. Vorrangig sieht er sich als Mensch und dann erst als Mann. Irmgard Lehner teilt mit ihrem Mann alle Lebensbereiche auf: Kindererziehung, Haushalt, Arbeit. Das ist Basis für ihre Beziehung.Willi Bauer-Öppinger ist Vater von vier Kindern und arbeitet selbstständig. Daher ist seine Frau für Haushalt und Kinder hauptverantwortlich. Er schätzt die unentgeltliche Arbeit seiner Frau sehr und ist ihr dafür dankbar. In seiner Freizeit trifft er sich in einer Männergruppe, wo er Gelegenheit hat, Themen, die ihn beschäftigen, mit anderen auszutauschen.
Martina Puckmayr ist junge Mutter und Hausfrau. Sie liebt ihre Tätigkeit im Haus und genießt es, ihr Kind in die Welt zu begleiten. Ihr Wunsch ist es, noch mehr Kinder zu haben.
Matthias List hat gerade eine neue Seite seiner Männlichkeit entdeckt – den Krieger. Er ließ sich die Haare schneiden und ist konfliktfreudiger geworden. Er sagt von sich: „Zuallererst bin ich Mann und dann erst Mensch.“ Der Abend klang mit einer liturgischen Feier aus.