Am Sonntag, 12. Oktober 2003 werden mehr als 1000 Menschen beim großen Fest der Don-Bosco-Familie in Linz erwartet. Mit ihnen feiert P. Pascual Chavez, der Nachfolger des Ordensgründers.
„Wir denken an die Vergangenheit, wir feiern die Gegenwart, und vor allem träumen wir von der Zukunft.“ Mit diesen Worten beschreibt Pascual Chavez Villanueva, wie der Generalobere der Salesianer Don Boscos das große Jubiläumsfest versteht. Denn seit 100 Jahren ist die Gemeinschaft des Sozialpioniers und Jugendapostels in Österreich tätig. Grund genug, die 20.000 Mitglieder der Don-Bosco-Familie in Österreich am 12. Oktober in das Brucknerhaus nach Linz einzuladen. Dabei kommt der amtierende Obere des mit 17.000 Mitgliedern zweitgrößten Männerordens in der katholischen Kirche zu seinem ersten Besuch nach Österreich. Getreu dem heiligen Bosco, zu dessen neunten Nachfolger er 2002 gewählt wurde, stellt der 55-Jährige die Jugend ins Zentrum: „Wir fordern für sie eine aktivere Teilnahmemöglichkeit in Kirche und Gesellschaft.“ Als Mexikaner kennt Chavez auch die brutalen Folgen der trennenden Grenze zu den USA. Als Provinzial unterstützte er das sozial-pastorale Engagement der Mitbrüder in Tijuana, wo auch österreichische Jugendliche freiwillig arbeiten. Darum verbindet der Bibelwissenschafter den Dank für Vergangenes und die Vision des Zukünftigen mit dem Einsatz des Ordens auf dem Bauplatz Europa. Nach dem Ende des „Eisernen Vorhangs“ soll nun die trennende Mauer auch in den Köpfen überwunden werden. Da baut der Generalobere auf die „alte“ österreichische Provinz, von der in 100 Jahren viele Impulse nach Europa ausgegangen sind.