Am 4. Mai 2004 jährt sich zum 1700. Mal der Todestag des heiligen Florian. Der Tagungsband mit den Referaten des Floriansymposiums vom Mai 2003 versteht sich als Hilfe zur Gestaltung des kommenden Florian-Gedenkjahres.
In dem noch druckfrischen Buch geht es einerseits um historisch-archäologische Eckdaten zum heiligen Florian und seines Umfeldes in Lauriacum. Erwin M. Ruprechtsberger versucht, eine Antwort auf die bisher unglöste Frage zu geben, warum das Gedenken an Florian und seine Gefährten vom Kult des Märtyrers Laurentius abgelöst wurde. Bis heute ist die Kirche in Lorch die „St. Laurenz-Basilika“. Der Florianer Chorherr Karl Rehberger geht der Verehrungsgeschichte des Heiligen im frühen Mittelalter nach. Erstmals sind Abbildungen aus den überaus wertvollen Messbüchern des 13. Jahrhunderts zu sehen, die sich im Besitz des Stiftes St. Florian befinden. In diesen ältesten Darstellungen wird Florian noch nicht als „Wasserkübelmann“ gezeigt. Zu seinem Erkennungszeichen gehört zu dieser Zeit meist der Palmzweig, der auf das Martyrium hinweist.
„Die Wirkungsgeschichte des heiligen Florian ist so beeindruckend, dass die Auseinandersetzung bis heute andauert“, erklärt Johannes Ebner, Direktor des Diözesanarchivs. Darum bildet auch die Bedeutung des Heiligen für heute einen Schwerpunkt des Buches. Der Dogmatiker Manfred Scheuer geht der Frage nach dem Sinn des Martyriums nach: Von der Todessehnsucht über die Wahrheitsfrage bis zu „Glaube und Freiheit“. Der Sozialethiker an der Universität Graz und aktive Feuerwehrmann Leopold Neuhold schreibt über „Solidarität aus dem Glauben“. Mit dem Überblicksartikel „Florian: ein Name – ein Zeugnis – eine Botschaft“ spannt Ferdinand Reisinger (St. Florian) einen Bogen vom Jahr 304 bis zu den geplanten Veranstaltungen 2004. Der informative Tagungsband ist zum Preis von 14 Euro im Archiv der Diözese Linz, Harrachstraße 7, 4020 Linz (oder: archiv@dioezese-linz.at) zum Preis von 15 Euro zu bestellen:
Johannes Ebner, Monika Würthinger (Hg.), Der heilige Florian. Tradition und Botschaft, Linz 2003, 140 Seiten.
Ideen für das Florianjahr Unter dem Motto „Entflammt“ planen die Diözese, der Feuerwehrverband und die Kulturabteilung des Landes OÖ eine Reihe von Veranstaltungen. Die KIZ wird darüber berichten. Einen ersten Überblick kann man sich bereits über die Hompage www.florian2004.at verschaffen.
Das Pastoralamt bietet auch ein Pfarrseminar an: „Christentum zum Blühen bringen.“ Die drei Abende handeln von einem zukunftsfähigen Christentum. jw
Zivilcourage – dringend gesucht
Zur Sache
Das Sozialreferat der Diözese Linz und die Kirchenzeitung nehmen das Florian-Bedenkjahr 2004 zum Anlass, die Geisteshaltung des hl. Florian auch in unserer Zeit und in unserer Gesellschaft zu suchen. Nennen Sie uns Menschen, die Zivilcourage gelebt haben. Oft sind es wenig prominente Menschen, die in ihrem unkonventionellen Einsatz für eine neue Sache, für eine soziale Errungenschaft oder einfach für ihre Mitmenschen gelebt haben. Schicken Sie eine kurze Beschreibung der „zivilcouragierten“ Person.
Einsendungen bis 15. November 2003 an: Sozialreferat der Diözese Linz, Kennwort: Zivilcourage, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: sozial-referat@dioezese-linz.at