Gemeinschaft ist wichtig. Gemeinschaft tut gut. Es kommt aber sehr darauf an, in welchem Geist Menschen gemeinsame Sache machen. Irak. Israel. Kolumbien. Bombenanschläge. Was ist das für eine gemeinsame Sache, die mordet? Längst sind nicht einzelne Terroristen am Werk, sondern Netzwerke, Gesinnungsgemeinschaften des Terrors. Am Ursprung stand oft ein Unrecht, gegen das sich Menschen wehrten. Am Ende steht das Unrecht, das über Leichen geht.
Den Sonntag der Weltkirche begehen die katholischen Pfarren am kommenden Sonntag. Die Kirche macht gemeinsame Sache. Kein Netzwerk geheimer Verbindungen oder dunkler Machenschaften ist das, sondern ein Hoffnungsnetz soll die Erde umspannen. Ein taugliches Netz, das Menschen aus der Armut befreit. Ein Leben schützendes Netz. Ein Netz , in dem Menschen in einem guten Geist Gemeinschaft suchen.
Das ist Kirche. Und darum geht es, wenn die Christen am kommenden Sonntag absehen von den Anliegen und Bedürfnissen der eigenen Pfarre, von diözesanen Sparnotwendigkeiten und Nachwuchssorgen. Es gilt, einen großen Reichtum in den Blick zu rücken: den der Weltkirche. Es stimmt, was viele der Kirche vorwerfen: dass sie reich ist. Weniger aber an materiellen Dingen als vielmehr an Hoffnung für ein besseres Leben. Diese Hoffnung gilt es ins Spiel zu bringen. Um Import und Export geht es an diesem Tag – in Sachen Glaube und Menschlichkeit.