In ihrem Maturaprojekt lösten zwei Linzer Abendschüler elektrische Probleme eines Krankenhauses in Uganda.
Ihren Maturaabschluss verbanden Günther Rieder und Marko Kronberger mit Entwicklungshilfe. Sie stellten die veraltete Stromversorgung des St. Mary’s Hospital in Gulu (Uganda) für ihre Diplomarbeit am Linzer Technikum (LiTec) auf neue Füße. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Beschaffungsbetrieb der MIVA erstellt. „Als es an die Diplomarbeit ging, bin ich zu Norbert Demmelbauer von der MIVA gegangen und habe gefragt, ob er nicht ein Projekt für uns im Ausmaß von 150 Stunden hätte“, erzählt Rieder.
Freiwillige helfen mit
Die 150 Stunden wurden bald überschritten. Die Schüler flogen vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Danach wurde die Planung für die Matura fertig gestellt. Im August ging eine Gruppe von sechs Freiwilligen, vor allem (ehem.) Schüler des LiTec, z.T. über zwei Monate nach Uganda, um die geplanten Arbeiten auch auszuführen. So wurden mit bis zu 500 Arbeiter/innen 34 km Kabel verlegt.
Das St. Mary’s Hospital erlangte traurige Berühmtheit, als der tödliche Ebola-Virus in Uganda wütete. Heute werden zahlreiche Opfer des im Norden des Landes tobenden Bürgerkrieges dort versorgt. Um die Bettenanzahl erhöhen zu können, war es dringend notwendig, die elektrotechnischen Anlagen neu einzurichten. Mit den von den Linzer Technikern geplanten und durchgeführten Arbeiten ist sowohl die Stromversorgung als auch die Wasserversorgung gesichert.Das Personal des Krankenhauses wurde gleichzeitig mit dem Know-How versehen, die Anlage auch zu betreiben. hn